
- Die Zuladung ist die Differenz aus zulässigem Gesamtgewicht und Leergewicht. Beim TX7-e Box sind das laut Datenblatt 1.135 kg, beim TX1-e 620 kg.
- Jedes Kilogramm Regal, Bodenplatte und dauerhaft mitgeführtes Werkzeug geht davon ab. Planen Sie die Einrichtung nach Gewicht, nicht nur nach Stauraum.
- § 22 StVO verlangt, dass Ladung und Ladeeinrichtungen gegen Verrutschen gesichert sind. Als anerkannte Regel der Technik gilt die VDI 2700.
- Einbauten mit Betriebserlaubnis oder Bauartgenehmigung, montiert nach deren Auflagen, lassen die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs bestehen. Vor jeder Bohrung gehört die Freigabe über den Händler dazu.
Ein Regalsystem sieht im Katalog nach Ordnung aus. Im Fahrzeug ist es vor allem Gewicht, das jeden Tag mitfährt und nie wieder aussteigt. Wer den Laderaum eines Kastenwagens ausbaut, bezahlt dafür in Kilogramm, und diese Rechnung wird oft erst gemacht, wenn das Fahrzeug beladen auf der Waage steht. Dieser Beitrag rechnet vorher.
Welcher Aufbau überhaupt passt, Kasten oder Pritsche, beantwortet unser Beitrag Kasten oder Pritsche. Hier geht es um den Innenausbau des geschlossenen Laderaums.
Wie viel Zuladung bleibt nach dem Ausbau?
Die Ausgangswerte stammen aus der Modellbroschüre von TYN-e. Bei beiden Modellen ergeben Leergewicht und Zuladung zusammen genau das zulässige Gesamtgewicht. Alles, was ins Fahrzeug kommt und nicht schon im Leergewicht steckt, zählt also gegen die Zuladung.
| TX7-e Box (TX7-B) | TX1-e | |
|---|---|---|
| Zulässiges Gesamtgewicht | 2.400 kg | 1.550 kg |
| Leergewicht | 1.265 kg | 930 kg |
| Zuladung | 1.135 kg | 620 kg |
| Laderaum innen (L × B × H) | 2.375 × 1.490 × 1.610 mm | 1.405 × 1.265 × 1.125 mm |
| Ladevolumen | 5,7 m³ | 2 m³ |
Ein Rechenbeispiel zeigt, wie schnell die Zahl schrumpft. Die Gewichte für Einrichtung und Werkzeug sind Annahmen für einen typischen Servicebetrieb. Die tatsächlichen Werte stehen im Datenblatt des Einrichters und auf der Waage.
| Posten | TX7-e Box | TX1-e |
|---|---|---|
| Zuladung laut Datenblatt | 1.135 kg | 620 kg |
| Regale, Bodenplatte, Befestigung (Annahme) | – 120 kg | – 60 kg |
| dauerhaft mitgeführtes Werkzeug (Annahme) | – 150 kg | – 100 kg |
| Beifahrer (Annahme) | – 80 kg | – 80 kg |
| Bleibt für wechselndes Material | 785 kg | 380 kg |
Beim TX7-e bleibt auch nach einem ordentlichen Ausbau viel Spielraum. Beim TX1-e sind aus 620 kg schnell weniger als 400 kg geworden, die für Material übrig bleiben. Für leichtes Kundendienstmaterial genügt das oft, für Fliesen oder Sackware wird es eng.
Eine Frage lässt das Datenblatt offen: ob das Leergewicht den Fahrer bereits enthält. Wie die Leermasse definiert ist, steht in den Fahrzeugpapieren. Am belastbarsten ist ein anderer Weg. Das fertig ausgebaute Fahrzeug einmal mit Werkzeug, aber ohne wechselnde Ladung auf eine öffentliche Fahrzeugwaage stellen. Die Differenz zum zulässigen Gesamtgewicht ist die Zuladung, mit der der Betrieb tatsächlich arbeiten kann.
Wie plant man die Einrichtung nach Gewicht?
Die meisten Einrichtungen werden nach Fächern geplant: Wie viele Koffer, wie viele Schubladen, wo kommen die Kabeltrommeln hin. Sinnvoller ist die umgekehrte Reihenfolge. Zuerst klären, was dauerhaft im Fahrzeug liegt und was es wiegt, dann das Regal um dieses Gewicht herum planen.
- Schweres nach unten und in die Mitte. Die zulässigen Achslasten aus den Fahrzeugpapieren gelten zusätzlich zum Gesamtgewicht.
- Gangbreite mitrechnen. Der Laderaum des TX7-e Box ist innen 1.490 mm breit. Ein Beispiel: Regale mit 400 mm Tiefe auf beiden Seiten lassen einen Gang von 690 mm. Beim TX1-e mit 1.265 mm Breite bleibt bei einem einseitigen Regal gleicher Tiefe ein Gang von 865 mm.
- Nur fest einbauen, was täglich gebraucht wird. Was selten mitfährt, gehört in Transportboxen, die im Betrieb bleiben können.
- Werkstoffe vergleichen. Regalsysteme unterscheiden sich je nach Material und Anbieter im Gewicht. Das Datenblatt des Einrichters nennt das Gewicht je Modul, und genau diese Zahl gehört in die Rechnung.
Dauerhaft mitgeführtes Gewicht kostet außerdem Energie. Wer die Reichweite realistisch plant, sollte beim TX7-e Box ohnehin mit 110 bis 130 km im Alltag statt der 150 km nach WLTP rechnen und das ausgebaute Fahrzeug im eigenen Einsatz einmal über eine Woche beobachten.
Was verlangt die Ladungssicherung?
§ 22 Absatz 1 der Straßenverkehrs-Ordnung ist deutlicher, als viele denken. Danach sind die Ladung einschließlich der Geräte zur Ladungssicherung sowie die Ladeeinrichtungen so zu verstauen und zu sichern, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen oder herabfallen. Das Regal ist damit selbst Teil der Pflicht, nicht nur das, was darin liegt.
Wie das technisch gelingt, verweist das Gesetz auf die anerkannten Regeln der Technik. Die Richtlinienreihe VDI 2700 „Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen“ gilt nach Angabe des VDI auch in der Rechtsprechung als solche Regel. Für Transporter gibt es ein eigenes Blatt der Reihe.
Verantwortlich sind mehrere. Der Fahrer muss dafür sorgen, dass Fahrzeug und Ladung vorschriftsmäßig sind. Der Halter darf die Fahrt nicht anordnen oder zulassen, wenn er weiß oder wissen muss, dass die Ladung nicht vorschriftsmäßig ist. Für Betriebe heißt das: Die Einrichtung sollte so geplant sein, dass die richtige Sicherung im Alltag die bequeme ist. Gefüllte Fächer mit Formschluss, feste Plätze für schwere Geräte und Zurrmöglichkeiten für das, was frei im Laderaum steht.
Wann gefährdet ein Einbau die Betriebserlaubnis?
Nach § 19 Absatz 2 StVZO erlischt die Betriebserlaubnis, wenn durch eine Änderung die genehmigte Fahrzeugart geändert wird, eine Gefährdung von Verkehrsteilnehmern zu erwarten ist oder sich das Abgas- oder Geräuschverhalten verschlechtert. Eine sauber montierte Einrichtung fällt normalerweise unter keinen dieser Punkte. Nach Absatz 3 bleibt die Betriebserlaubnis bestehen, wenn für die eingebauten Teile eine eigene Betriebserlaubnis oder Bauartgenehmigung vorliegt und deren Auflagen eingehalten werden.
Praktisch bedeutet das: Einrichtungen von Fachanbietern mit Einbauanleitung und Genehmigung sind der sichere Weg. Beim Elektrofahrzeug kommt ein zweiter Grund dazu. Im Fahrzeug sind Hochvoltleitungen und -komponenten verbaut, deren Lage man vor jeder Bohrung in Boden oder Seitenwand kennen muss. Fragen Sie deshalb vor dem Einbau über Ihren TYN-e-Partner nach, welche Befestigungspunkte freigegeben sind. Die Einrichtung ist danach Teil der jährlichen UVV-Prüfung, weil sie zum arbeitssicheren Zustand des Fahrzeugs gehört.
| RechtsstandStand: 17.09.2026. Grundlage sind § 22 und § 23 StVO sowie § 19 und § 31 StVZO in der zu diesem Datum geltenden Fassung.Im Zweifel beurteilt eine Prüforganisation, ob ein Einbau abgenommen werden muss. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung. |
Checkliste vor der Bestellung
- Zuladung aus den Fahrzeugpapieren notieren und klären, wie die Leermasse definiert ist.
- Gewicht von Einrichtung und dauerhaft mitgeführtem Werkzeug vom Einrichter und aus der eigenen Inventur zusammentragen.
- Verbleibende Zuladung für die schwerste typische Tour prüfen, mit Beifahrer.
- Innenmaße gegen die längsten und sperrigsten Teile halten, nicht nur gegen das Volumen.
- Genehmigung der Einbauteile und Befestigungspunkte vor dem Einbau bestätigen lassen.
- Das ausgebaute Fahrzeug einmal wiegen und die echte Restzuladung im Fahrzeug aushängen.
Fazit: Die Einrichtung ist Teil der Fahrzeugwahl
Beim TX7-e Box ist die Einrichtung selten ein Problem, 1.135 kg Zuladung vertragen einen ordentlichen Ausbau. Beim TX1-e entscheidet sie dagegen mit darüber, ob das Fahrzeug zum Betrieb passt. Wer die Einrichtung vor dem Fahrzeugkauf nach Gewicht plant, sieht das früh genug und wählt im Zweifel das größere Modell oder das leichtere Regal.
Die technischen Daten finden Sie auf den Seiten zum TX7-e und zum TX1-e. Für Fragen zu Ausbau und Befestigung erreichen Sie uns über die Kontaktseite.
Häufige Fragen
Wie viel Zuladung hat der TYN-e TX7-e Box?
Laut Modellbroschüre 1.135 kg bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 2.400 kg und einem Leergewicht von 1.265 kg. Einrichtung, dauerhaft mitgeführtes Werkzeug und Mitfahrende gehen davon ab.
Muss eine Fahrzeugeinrichtung eingetragen werden?
Nicht pauschal. Die Betriebserlaubnis erlischt nach § 19 StVZO nur, wenn sich die Fahrzeugart ändert, eine Gefährdung zu erwarten ist oder sich Abgas- oder Geräuschverhalten verschlechtern. Teile mit eigener Betriebserlaubnis oder Bauartgenehmigung, eingebaut nach deren Auflagen, lassen sie bestehen. Im Zweifel entscheidet eine Prüforganisation.
Muss das Regal selbst gesichert sein?
Ja. § 22 Absatz 1 StVO nennt ausdrücklich auch Ladeeinrichtungen und Geräte zur Ladungssicherung. Sie müssen so befestigt sein, dass sie bei Vollbremsung oder Ausweichbewegung nicht verrutschen oder umfallen.
Darf ich im E-Transporter selbst Löcher für die Regalbefestigung bohren?
Nur mit Freigabe. Im Elektrofahrzeug sind Hochvoltleitungen und -komponenten verbaut, deren Lage vor jeder Bohrung bekannt sein muss. Welche Befestigungspunkte freigegeben sind, klären Sie vor dem Einbau über den Händler.
Quellen (Stand 17.09.2026)
- TYN-e Modellbroschüre TX1 und TX7 (03/2025)
- § 22 StVO, Ladung, gesetze-im-internet.de
- haufe.de: Ladungssicherung, Pflichten von Fahrer, Verlader und Halter
- VDI: Richtlinienreihe VDI 2700 Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen
- § 19 StVZO, Erteilung und Wirksamkeit der Betriebserlaubnis (Wiedergabe gesetze.legal)
- bussgeldkatalog.org: Erlöschen der Betriebserlaubnis
- TYN-e Modellseite TX7-e (Seitenstand 30.07.2026)
- TYN-e Modellseite TX1-e (Seitenstand 21.07.2026)